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Karstwanderweg

Entlang einer in Europa einzigartigen Landschaft

Der Karstwanderweg führt auf einer Länge von rund 239 Kilometern durch den Harz. Der Wanderer bewegt sich in der mitteldeutschen Karstlandschaft durch Teile Niedersachsens, Thüringens und Sachsen-Anhalts. Der Weg ist mit einem weißen „K“ auf rotem Querbalken und weißem Grund markiert. Seit dem Jahr 2017 gehört auch der 21 Kilometer lange Stichweg zu dieser Strecke. Ausgangspunkt ist die Ortschaft Pölsfeld in Sachsen-Anhalt, Ziel ist Bad Grund im Harz. Durch den Südharzer Zechsteingürtel geht es durch die Rüdigsdorfer Schweiz nach Förste in Niedersachsen, ehe die nördliche Route in den Landkreis Nordhausen zurückführt. In Gudersleben startet der südliche Weg. Aufgrund der Länge des Fernwanderwegs lohnt sich die Unterteilung in Etappen. Beliebt ist zum Beispiel die neun Kilometer lange Etappe von Barbis nach Osterhagen, von Herzberg nach Barbis oder von Uftrungen nach Hainrode. Außerdem stehen verschiedene Rundwege zur Verfügung.

Barbarossahöhle im Harz

Das Schöne am Karstwanderweg sind die Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten. An der Strecke liegt zum Beispiel die Barbarossahöhle. Dabei handelt es sich um eine zugängliche Anhydrithöhle im Kyffhäuser bei Rottleben. Bereits seit dem Jahr 1866 ist sie eine beliebte Schauhöhle. Der Wanderer besichtigt auf Wunsch auch die Heimkehle, eine imposante Gipshöhle bei Uftrungen. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten gehören der Juessee, der idyllisch mitten in der Stadt Herzberg am Harz liegt, und der Berberteich zwischen der Wüstung Königshagen und Barbis. Am Rand des Rotenbergs liegt die Schwimmende Insel, ein teilweise mit Wasser gefüllter Erdfall. Weitere Gewässer am Wegesrand sind der Wiedensee, der Kesselsumpf, der Aschenhütter Teich, der Ochsenpfuhl und die moorige Landschaft der Teufelsbäder bei Osterode am Harz.

Zu den interessanten Natursehenswürdigkeiten zählen auch die Karstquellen wie das Teufelsloch oder die mit türkisgrünem Wasser gefüllte Rhumequelle im Landkreis Göttingen. Flussversinkungen und Bachschwinden prägen in weiten Teilen die Landschaft. Im Südharz liegt der Bauerngraben als Hungersee an der Glasebachmündung. Die vielen Dolinen, Erdfälle und Höhlen lassen sich auf die Einwirkung des Wassers zurückführen, das die Region formte. Typisch für die Karstlandschaft ist das hohe Vorkommen an Gips. Zu sehen sind bizarre Karstkegel, geologische Orgeln, Schlotten und weiße Wände. Zahlreiche Gipsfelsen ergeben ein fantastisches Bild. Am Karstwanderweg liegen zudem verschiedene Wüstungen aus dem Mittelalter wie Smerbeke zwischen Scharzfeld und Herzberg am Harz, Königshagen zwischen Scharzfeld und Barbis und das im Hägerfeld bei Herzberg am Harz gelegene Hage.

Rund 200 Tafeln informieren über die geologischen und landschaftlichen Besonderheiten sowie über die Besiedelungs- und Industriegeschichte sowie Umwelt- und Naturschutz. Durch die Landkreise Mansfeld-Südharz, Nordhausen und den Altkreis Osterode am Harz führend, erschließt der Karstwanderweg weitere interessante Ausflugsmöglichkeiten. Im Altkreis Osterode und im Landkreis Nordhausen besitzt die Karstlandschaft eine besonders weite Flächenausdehnung. Es existieren zwei parallel verlaufende und miteinander verbundene Wanderwege, die sich gut für eine Tagstour eignen. Ausgangspunkt für eine Wanderung auf beiden Wegen ist jeweils der in Osterode liegende Pferdeteich. Aus östlicher Richtung beginnt die Wanderung in Pölsfeld.