XWir verwenden Cookies für die Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Webseite stimmen Sie deren Verwendung zu. Details ansehenWir verwenden Cookies. Wenn Sie weitersurfen stimmen Sie der Nutzung zu. Details ansehen

Barbarossahöhle

Barbarossahöhle im Harz

Barbarossahöhle

Zu den sagenumwobenen Sehenswürdigkeiten im Harz gehört auch die rund sechs Kilometer vom Soleheilbad Bad Frankenhausen entfernte Barbarossahöhle. Das Höhlensystem liegt direkt am Karstwanderweg und besitzt eine hydraulische Verbindung zu dem Arensbrunnen. Der Besucher begibt sich in das unterirdische Reich von König Barbarossa, auch Rotbart genannt, und betritt dabei den etwa 600 Meter langen, öffentlich zugänglichen Bereich. Das insgesamt 1100 Meter lange und rund 25 000 Quadratmeter große Naturdenkmal liegt im GeoPark Kyffhäuser und ist die einzige Schauhöhle in Europa, die sich im Anhydritgestein befindet. Es gibt auf der Welt nur noch eine zweite bekannte Anhydrithöhle, und die liegt etwa 3030 Kilometer entfernt im Ural. Zu sehen sind kristallklare und blaugrün schimmernde Seen sowie gigantische Hohlräume und imposante Deckenspiegelungen. Nicht minder fulminant präsentiert sich das abwechslungsreiche Spiel weißer und grauer Nuancen. Spezielle Alabasteraugen sowie Schlangengips und Gipsperlen verleihen der Höhle ein extravagantes Aussehen. Das Besondere sind die bizarr gebogenen Gipslappen, die von den Wänden und Decken wachsen und an Tücher oder Felle erinnern. Durch die Luftfeuchtigkeit wandelt sich der Anhydrit auf der Oberfläche zu Gips um und gewinnt zunehmend an Volumen. Mit der Zeit lösen sich die Gipsschichten und hängen wie alte Tapeten von den Wänden und Decken. Der Höhepunkt der Höhlenwanderung ist der Tanzsaal, indem der alte Kaiser Barbarossa residiert. Der Legende nach sitzt er auch heute noch an einem Marmortisch. Durch diesen soll im Lauf der Zeit sein roter Bart gewachsen sein.

Entdeckt hatten die Höhle Bergleute im Jahr 1865 bei Arbeiten für einen Vortrieb des Stollens für den Kupferschieferabbau im Harz. Sie standen vor großen Räumen, die im ersten Moment wie ein unterirdisches Schloss wirkten. Im Jahr 1866 erfolgte der Ausbau zur Schauhöhle, die damals noch Falkenburger Höhle hieß. Doch schon im gleichen Jahr wurde das Naturdenkmal als Barbarossahöhle bekannt. Ihren Namen erhielt die Höhle nach einer Sage des 16. Jahrhunderts. Die Legende besagt, dass der Kaiser Friedrich I., Barbarossa genannt, in einem unterirdisch angelegten Schloss schläft und erst erwacht, wenn Deutschland wieder geeint ist. Sein Bart soll um einen runden Tisch wachsen und nach der dritten Umrundung droht das Ende der Welt. Barbarossa soll dann der Legende nach erwachen und erneut regieren. Bis dahin sollte es keinen guten Kaiser mehr geben. Tatsächlich gelingt es mit ein wenig Fantasie, im Tanzsaal den Tisch und den steinernen Thron zu entdecken und sich darauf den schlummernden König Barbarossa vorzustellen. Es war Friedrich Herthum, Fürstlich Schwarzburg-Rudolstädtischer Bergmeister zu Könitz, der den Namen Barbarossahöhle für die grafische Darstellung seinen Grubenrisses verwendete. Er veröffentlichte seine ersten Publikationen über die Höhle im Jahr 1868. Tatsächlich ist die Barbarossahöhle bereits etwa 250 Millionen Jahre alt. Die Anfänge stammen aus einer Zeit, als Mitteleuropa noch ein flaches Zechsteinmeer bedeckte.

Adresse:
Mühlen 6
99707 Kyffhäuserland
Tel.: 034671 54513