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Harz Berge

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Brocken

Der Brocken ist der bekannteste und mit einer Höhe von 1141 Metern auch der größte aller Berge im Harz. Er befindet sich im Nationalpark Harz in Sachsen-Anhalt. Ihm zu Füßen liegen die Orte Wernigerode und Schierke. Der im Volksmund auch als Blocksberg bezeichnete Brocken war bereits den Germanen heilig und im Mittelalter als Hexentanzplatz verschrien. Vor allem in der Walpurgisnacht findet heute ein dementsprechend gestaltetes Unterhaltungsprogramm statt. Eine mystische Erscheinung ist das Brockengespenst, das sich auf natürliche physikalische Effekte zurückführen lässt.

Die Besteigung des Brockens gehört zu den beliebtesten Aktivitäten während einer Reise in den Harz. Um auf den Gipfel zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man bewältigt die Strecke zu Fuß oder die Brockenbahn bringt den Besucher bequem in luftige Höhen. Auf dem Gipfel befinden sich Restaurants, einige Andenkenläden sowie eine wettergeschützte Aussichtsplattform. Bei klaren Sichtverhältnissen sind der Große Inselsberg in Thüringen, der Petersberg, der Köterberg und auch das Rothaargebirge und die Rhön zu sehen. Sind die Wetterverhältnisse noch exzellenter, dann zeichnen sich in der Ferne die Konturen des Keilbergs und des Fichtelbergs ab. Ein Brockengarten existiert seit 1890. Ebenso informiert ein Museum über die Geschichte des Bergs. Ein etwa 1,5 Kilometer langer Panoramaweg verläuft um den Gipfel herum. Auf der Strecke befand sich einst die Brockenmauer. Der Spaziergang führt an den Granitfelsformationen Hexenaltar und Teufelskanzel vorbei und bietet eine spektakuläre Aussicht.

Der Wurmberg im Sommer

Wurmberg

Einer der schönsten Berge im Harz ist der rund 971 Meter hohe Wurmberg bei Braunlage in Niedersachsen. Im Gegensatz zum vier Kilometer entfernten Brocken ist sein Gipfel noch mehr von Menschenhand gestaltet. Zu Fuß erreicht der Wanderer den Gipfel von Braunlage aus nach etwa zwei bis drei Stunden. Alternativ dazu bringt die Wurmbergseilbahn die Besucher in rund 15 Minuten hinauf. Früher war die Wurmbergskischanze mit ihrer Aussichtsplattform ein beliebtes Ausflugsziel im Harz. Von dort aus konnte man bei klarem Wetter den Thüringer Wald und den Kyffhäuser sehen. Inzwischen ist die baufällige Anlage demontiert, so dass nur noch das Restaurant übrigblieb. Dennoch ergibt sich nach wie vor vom Gipfel des Wurmbergs aus eine fantastische Fernsicht bis zum Brocken und dem über Schierke liegenden Hohnekamm.

In der Wandersaison sorgen ein Kinderspielplatz und ein Streichelzoo für Unterhaltung. In der Nähe der Bergstation sind noch die Reste einer germanischen Kultstätte aus der Bronzezeit zu sehen. Es besteht zudem die Möglichkeit, einen Monsterroller oder ein Mountainbike zu leihen und damit nach Braunlage hinabzusausen. Von November bis März ist die Region um den Gipfel ein beliebtes Wintersportgebiet.

Renneckenberg

Der Renneckenberg ist als bewaldeter Höhenzug dem Brocken östlich vorgelagert. Er verläuft in Nord-Süd-Richtung und verfügt über mehrere Gipfel. Bei der Großen Zeterklippe erreicht der Höhenzug mit 930 Metern seinen Höchststand. Im Osten begrenzt das Tal der Holtemme und im Westen das Obere Ilsetal den Berg. Als einer der beliebtesten Berge im Harz bietet der Höhenzug fantastische Wandermöglichkeiten. Eine landschaftliche Besonderheit sind die wollsackverwitterten Granitklippen. Zu diesen gehören die Kleine und Große Zeterklippe, die im Süden liegenden Brockenkinder und viele weitere Felsformationen. Vor allem ein Aufenthalt an der Großen Zeterklippe beschert einen traumhaft schönen Rundumblick auf den Brocken und in das nördliche Harzvorland.

Der Gipfel der Großen Zeterklippe ist über eine Eisenleiter zu erreichen. Da der Renneckenberg in der Kernzone des Nationalparks liegt, darf der Wanderer die vorgegebenen Wege nicht verlassen. Außerdem machen die vielen kleinen Quellbäche das Laufen fernab der Wege nahezu unmöglich. Trotzallem sind auch Teile der ausgeschilderten Wanderrouten mehr oder weniger unwegsam. Das trifft zum Beispiel auf den Forstmeister-Sietz-Weg am östlichen Hang des Berges zu.

Bruchberg

Zwischen Sonnenberg, Torfhaus und Altenau liegt der Bruchberg. Einer der schönsten Berge im Oberharz ist eigentlich ein großflächiger Höhenzug, der keinen ausgeprägten Gipfel besitzt. Der höchste Punkt befindet sich rund 928 Meter über dem Meeresspiegel und ist gänzlich von Wald bedeckt und aus Naturschutzgründen nicht begehbar. Interessant ist ein Besuch der Wolfswarte, eines Nebengipfels des Bruchbergs. Von der Felsklippe genießt der Wanderer eine grandiose Aussicht auf den Brocken und den nordwestlichen Oberharz.

Der komplett im Nationalpark Harz liegende Höhenzug ist nur spärlich mit Wanderwegen durchzogen und somit das ideale Ausflugsziel für Individualisten. Allgemein hoch ist das Vorkommen an Wasser. So entspringen am Bruchberg die Flüsse Altenau, Sieber und Oker und weitere kleinere Zuflüsse der Oder. Früher nutzte man das Wasser intensiv für den Bergbau. Im Lauf der Jahrhunderte entstanden umfangreiche Anlagen (das sog. Oberharzer Wasserregal), um die zahlreichen Bäche anzuzapfen und das Wasser der Verwertung zuzuführen. Das Wasser gelangte unter anderem in den Oderteich. Hier wurde es für das Bergbaugebiet um St. Andreasberg zwischengespeichert. Über ein Dammgrabensystem kam das Wasser außerdem in das Bergbaugebiet bei Clausthal. Bis heute sind die inzwischen denkmalgeschützten Wassergräben zu sehen. Seit dem Jahr 2010 stehen sie zudem in der Weltkulturerbeliste der UNESCO.

Achtermannshöhe

Wer felsige Berge liebt, findet auf der Achtermannshöhe sein Glück. Der auch einfach nur als Achtermann bezeichnete Berg befindet sich im Harzer Nationalpark nordwestlich von Braunlage auf dem Weg nach Torfhaus. Schroffe Felsklippen prägen das Bild der Landschaft. Der Gipfel liegt in einer Höhe von etwa 925 Metern und gehört somit zu den höchsten eigenständig stehenden Erhebungen im Harz. Das Besondere an der Achtermannshöhe ist ihr geologischer Aufbau. Die Oberfläche besteht aus einer etwa zehn Meter dicken Hornfelsschicht. Das Innere setzt sich aus hartem Brockengranit zusammen. Der überwiegend aus Felsgestein bestehende Gipfel ragt über die Braumkronen und bietet somit freie Sicht auf das idyllische Umland. Bei klarem Wetter erkennt man unter anderem den Wurmberg, den Brocken und Braunlage. Umgekehrt gehört die Achtermannshöhe mit ihren auffallenden Felsformationen zu den Orten, die von vielen anderen Harzer Bergen gut zu beobachten sind.

Wanderer, die die Berge im Harz erkunden möchten, finden auf der Achtermannshöhe ein umfangreiches Wegenetz mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Die Besteigung ist sowohl von Braunlage als auch von Königskrug oder Oderbrück aus möglich. Der kürzeste Weg führt von Königskrug auf den Gipfel. Allerdings ist dieser als Milliardenweg bezeichnete, etwa zwei Kilometer lange Pfad recht steil und steinig. Alternativ dazu gibt es einen etwas längeren, dafür aber bequemeren Weg, der ebenfalls von Königskrug hinaufführt.

Rehberg

Bei Sankt Andreasberg im Landkreis Goslar in Niedersachsen befindet sich der 893 Meter hohe Rehberg. Er ist einer der höchsten Berge in der Region Harz. Der Rehberg ist mit einer weiten und flachen, größtenteils bewaldeten Kuppe bedeckt. Auf dem Gipfel entstand durch künstliche Stauung ein Feuchtbiotop. Dank der besonderen Lage und der kaum vorhandenen Bebauung erscheint der Nachthimmel über dem Rehberg natürlich dunkel. Deshalb befindet sich im Südwesten des Bergs eine barrierefrei zugängliche Sternwarte des Sankt Andreasberger Sternwartenvereins.

Zwischen dem Kleinen Sonnenberg und dem Rehberg steht das Rehberger Skikreuz mit seiner Windrose. Statt der Himmelsrichtungen sind die Anfangsbuchstaben der wegweisenden Orte Sonnenberg, Oderteich, Rehberg und Sankt Andreasberg angegeben. Den Berg selbst erreicht der Wanderer kaum, denn der ursprünglich am Skikreuz entlangführende Zugangsweg wurde vor etlichen Jahren aus Natuschutzgründen renaturiert. Es besteht jedoch die Möglichkeit, um den Berg herumzulaufen, was einem teilweise spektakuläre Ausblicke auf den Harz ermöglicht. Auf der Süd- und Ostflanke führt der Rehberger Grabenweg am Rehberger Graben entlang. Dort befindet sich auch das Rehberger Grabenhaus, eine traditionsreiche Waldgaststätte. Im Winter ist es dort möglich, vom Gastraum aus bei der Wildtierfütterung zuzusehen. Eine weitere beliebte Wander- und Skilanglaufstrecke ist der Rehberger Planweg, der um den Berg herumführt.

Quitschenberg

Es gibt nur wenige Berge im Harz, die eine solche Verwandlung hinter sich haben wie der Quitschenberg. Noch in den 1980er Jahren bedeckten große Fichtenmonokulturen weite Teile des Bergs. In den 90er Jahren kam es durch stärker werdende Stürme zu einem vermehrten Windbruch. Anstatt die toten Bäume wegzuräumen, startete man ein Experiment und überließ der Natur die weitere Entwicklung. Infolgedessen machte sich der Borkenkäfer breit, der einen Großteil der letzten Fichten auch noch vernichtete. Übrig blieb eine Fläche mit Totholz und ein paar wenigen Fichten. Gegen Mitte der 90er Jahre begannen dann einige Pflanzen mit der Zurückeroberung ihres natürlichen Habitats. Die Eberesche siedelte sich wieder in ihrer alten Heimat an und es folgten Birken und Weiden. Der Berg machte nun seinem Namen wieder alle Ehre, denn „Quitsche“ ist die heimische Bezeichnung für die Esche.

Mittlerweile ist der Quitschenberg mit einem jungen, aber gesunden Mischwald bewachsen. Momentan überragen die hohen Fichtenskelette noch die grünen Kronen der Jungbäume, doch in ein paar Jahrzehnten werden die Laubbäume zu einer stattlichen Größe herangewachsen sein. Damit der Besucher diese enorme Veränderung nachvollziehen kann, gibt es den WaldWandelWeg am Schubenstein nahe dem Torfhaus. Infotafeln liefern ein interessantes Hintergrundwissen über die Ursachen der Borkenkäferinvasion und die derzeitige sowie zukünftige Entwicklung des Wälder im Harz.

Sonnenberg

Zwei Berge prägen die Landschaft auf den Hochlagen im Harz: der Kleine Sonnenberg und der Große Sonnenberg. Beide Berge befinden sich im niedersächsischen Landkreis Goslar. Der Große Sonnenberg ist rund 853,4 Meter hoch, der Kleine Sonnenberg nur geringfügig niedriger. Der Große Sonnenberg im Nordwesten liegt rund fünf Kilometer von Sankt Andreasberg entfernt. Nördlich der Kuppe befindet sich die 780 Meter hoch gelegene Siedlung Sonnenberg als Ortsteil von Braunlage. Der Kleine Sonnenberg liegt ungefähr einen Kilometer südöstlich von seinem großen Bruder. Der Kleine Sonnenberg ist ein beliebtes Wintersportgebiet im Harz. Gen Westen fällt der Berg in das Tal der Sieber, auch Großes Sonnental genannt. Nach Osten fällt der Berg in das Tal der Oder. Sowohl der Fluss Sieber als auch die Oder speisen sich von den Bächen der Sonnenberge.

Auf den Skifahrer wartet auf den Sonnenbergen eine 2600 Meter lange Pistenstrecke mit leichtem bis mittlerem Schwierigkeitsgrad. Drei Schlepplifte sowie ein Ponylift bringen die Wintersportler an den Start. Für Rodler gibt es eine separate Piste. Die Sonnenberge sind aufgrund ihrer hohen Lage meist bis in den Frühling hinein schneesicher. Langläufer nutzen die Anbindung ans Sankt Andreasberger Loipennetz. Es gibt außerdem eine Verbindungsloipe nach Oderbrück und einen Anschluss zur Ackerloipe. Im Skigebiet Sonnenberg befindet sich das Landesleistungszentrum für Biathlon.

Matthias-Schmidt-Berg

Einer der imposanten Berge bei Sankt Andreasberg im niedersächsischen Landkreis Goslar ist der Matthias-Schmidt-Berg, dessen Gipfel sich südöstlich des Ortes rund 663 Meter in die Höhe hebt. An seinem Nordhang befindet sich ein bekanntes Wintersportzentrum mit sechs Abfahrtsstrecken mit insgesamt 4,2 Kilometern Länge und in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Zwei Schlepp- und zwei Doppelsessellifte bringen die Wintersportler auf den Berg. Am Abend erhellt eine Flutlichtanlage die Pisten. Bei unzureichender Witterung sorgen Schneekanonen für gute Wintersportverhältnisse.

Seit 2015 ergänzt ein Snowpark mit Stairs, Stangen und Rails das Wintersportangebot. Auch wenn der Matthias-Schmidt-Berg ein Paradies für Wintersportler ist, so lohnt sich doch ein Besuch in der warmen Jahreszeit. Zu den Attraktionen im Harz gehört die Sommerrodelbahn mit ihrer etwa 550 Meter langen Strecke. In rasantem Tempo rast der Schlitten in einer Betonrinne rund 130 Meter tief hinab. Auch im Sommer erreicht der Besucher den Gipfel des Bergs bequem mit dem Sessellift. Bei Mountainbikern beliebt ist der MSB-X-Trail. Der Mountainbike-Downhill-Park verfügt über sechs unterschiedliche Strecken mit einer Gesamtlänge von rund 12 Kilometern. Für den Aufstieg gibt es extra Sesselbahnen mit einem speziellen Sitzgehänge für die Fahrräder.

Iberg

Nördlich von Bad Grund im westlichsten Teil des Harzes befindet sich der rund 563 Meter hohe Iberg. Für Geologen ist diese Erhebung einer der interessantesten Berge im Harz. Der Iberg besteht aus Kalksteinmassiv umgeben von einer von Tonschiefern und Grauwacken geprägten Landschaft. Seine kalkhaltige Beschaffenheit verdankt der Berg einem urzeitlichen Korallenriff. Durch die Kontinentalverschiebungen vor vielen Millionen Jahren gelangte das ursprünglich aus der Gegend von Madagaskar stammende Riff an seinen jetzigen Standort. Durch weitere geologische Prozesse erhielt der Berg seine mineralische Beschaffenheit.

Schon vor über 2000 Jahren baute man hier vermutlich Brauneisenstein ab. Nach der Verhüttung erhielten die Menschen wertvolles Metall. Im Bergmassiv bildeten sich im Lauf von Jahrtausenden farbenprächtige Tropfsteinhöhlen. Die Kupfer- und Eisenmineralien färbten die Tropfsteine blau, grün und rot. Etwa gegen Anfang des 16. Jahrhunderts entdeckten Bergleute die ersten der etwa hundert heute noch bekannten Höhlen. Am beliebtesten ist die touristisch erschlossene Iberger Tropfsteinhöhle. Das hohe Höhlenvorkommen hat aber auch einen Nachteil. Die unterirdischen Hohlräume bilden auf der Bodenoberfläche Vertiefungen und sind einsturzgefährdet. Teilweise reichen die Löcher 100 Meter in die Tiefe. Deshalb ist es wichtig, auf den ausgeschilderten Wanderwegen zu bleiben, die unter anderem zu den Gletschertöpfen führen. Bei einer Wanderung auf dem Iberg lohnt sich der Besuch des 555 Meter hoch liegenden Albertturms. Dieser bietet eine fantastische Aussicht.