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Herzberg

Ein Schloss in Fachwerkbauweise

Herzberg am Harz mit seinen rund 9.000 Einwohnern liegt zwischen Bad Lauterberg und Osterode, an der Quelle des Flüsschens Lonau. Hannover liegt in südöstlicher Richtung etwa 90 Kilometer entfernt und oberhalb das Stadtkerns liegt das Wahrzeichen des Ortes, das Schloss Herzberg. Das eindrucksvolle Monument wurde erstmals im Jahre 1153 erwähnt und war zunächst Eigentum der Welfen. Der dazughörige Ort wurde erstmalig 1336 als ein landesherrliches Anwesen unterhalb des Schlosses in einem offiziellen Dokument erwähnt. In früheren Zeiten war die Ortschaft vor allem für seine Waffen- und Sprengstoffproduktion bekannt und liegt direkt am Nationalpark Harz und am Naturschutzgebiet Siebertal. Im Umland befinden sich eine Vielzahl von mittelalterlichen Wüstungen, wie zum Beispiel Barkevelde, Runigerodt, Smerbeke und Steynowe.

Tourismus und Sehenswürdigkeiten

Die bekannteste Sehenswürdigkeit in Herzberg am Harz ist mit Sicherheit das Schloss, das sich auf einer Bergkuppe über dem Ort befindet und eines der wenigen Schlösser in Fachwerkbauweise in ganz Niedersachsen ist. Da es sich über 700 Jahre durchgängig im Besitz der Welfen befand, wird es auch Welfenschloss genannt. Im Schloss hat seit dem Jahre 1881 das Amtsgericht seinen Sitz, zudem befindet sich in der Anlage ein sehenswertes Zinnfigurenmuseum. Ausstellungen zur Schlossgeschichte und zur Historie der einheimischen Forstwirtschaft runden das Bild der Schlossanlage ab. Südöstlich des Ortes Scharzfeld befindet sich die Burgruine Scharzfels. Die alte Burg wurde im Siebenjährigen Krieg zerstört und seitdem nicht wieder aufgebaut. Ebenfalls einen Besuch wert ist die Kirche St. Nicolai mit ihrer bedeutenden Orgel sowie die sagenumwobene Einhornhöhle, die ihren Namen durch zahlreiche Knochenfunde erhielt, die man fälschlicherweise für die Überreste von Einhörnern gehalten hatte. Neuere Ausgrabungen haben ergeben, dass die Höhle vor über 100.000 Jahren von Neandertalern bewohnt wurde.

Durch Herzberg führt der 233 Kilometer lange Karstwanderweg. Dieser erschließt eine einzigartige Gipskarstlandschaft im Südharz, der in Europa seinesgleichen sucht. Dabei werden die Landkreise Osterode, Nordhausen sowie Mansfeld-Südharz durchquert und man kann zwischen der Nord- oder Südroute wählen. Der Weg führt unter anderem vorbei am Lonauer Wasserfall und am Juessee mit Freibad sowie zur Barbarossahöhle.