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Herzberg

Ein Schloss in Fachwerkbauweise

Herzberg am Harz mit seinen rund 14.000 Einwohnern liegt etwa 32 Kilometer nordöstlich von Göttingen, am Austritt der Flüsschen Lonau und Sieber. Hannover liegt in südöstlicher Richtung etwa 90 Kilometer entfernt und oberhalb das Stadtkerns liegt das Wahrzeichen des Ortes, das Schloss Herzberg. Das Schloss wurde erstmals im Jahre 1154 erwähnt und war zunächst im Besitz der Welfen. Der Ort wurde erstmalig im Jahre 1337 als ein landesherrliches Gut unterhalb des Schlosses Herzberg urkundlich erwähnt. In früheren Zeiten war die Ortschaft vor allem für seine Waffen- und Sprengstoffproduktion bekannt und liegt direkt am Nationalpark Harz und am Naturschutzgebiet Siebertal. Im Umland befinden sich eine Vielzahl von mittelalterlichen Wüstungen, wie zum Beispiel Barkevelde, Runigerodt, Smerbeke und Steynowe.

Tourismus und Sehenswürdigkeiten

Die bekannteste Sehenswürdigkeit in Herzberg am Harz ist mit Sicherheit das Schloss, das sich auf einer Bergkuppe über dem Ort befindet und eines der wenigen Schlösser in Fachwerkbauweise in ganz Niedersachsen ist. Da es sich über 700 Jahre durchgängig im Besitz der Welfen befand, wird es auch Welfenschloss genannt. Im Schloss hat seit dem Jahre 1882 das Amtsgericht Herzberg seinen Sitz, zudem befindet sich in der Anlage ein sehenswertes Zinnfigurenmuseum. Ausstellungen zur Schlossgeschichte und zur Historie der einheimischen Forstwirtschaft runden das Bild der Schlossanlage ab. Östlich des Ortsteils Scharzfeld befindet sich die Burgruine Scharzfels. Die alte Burg wurde im Siebenjährigen Krieg zerstört und seitdem nicht wieder aufgebaut. Ebenfalls einen Besuch wert ist die Kirche St. Nicolai mit ihrer bedeutenden Orgel sowie die sagenumwobene Einhornhöhle, die ihren Namen durch zahlreiche Knochenfunde erhielt, die man fälschlicherweise für die Überreste von Einhörnern gehalten hatte. Neuere Ausgrabungen haben ergeben, dass die Höhle vor über 100.000 Jahren von Neandertalern bewohnt wurde.

Durch Herzberg führt der 233 Kilometer lange Karstwanderweg. Dieser erschließt eine einzigartige Gipskarstlandschaft im Südharz, ein in Europa einmaliger Naturraum. Dabei werden die Landkreise Osterode in Niedersachsen, Nordhausen (Thüringen) sowie Mansfeld-Südharz (Sachsen Anhalt) durchquert und man kann zwischen der Nord- oder Südroute wählen. Der Weg führt unter anderem vorbei am Lonauer Wasserfall und am Juessee mit Freibad sowie zur Barbarossahöhle.