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Harzer Hexenstieg

Harzer Hexenstieg

Von Osterode bis nach Thale führt der legendäre Harzer-Hexen-Stieg über den berühmtesten Berg im Harz, den 1141,2 Meter hohen Brocken. Der 97 Kilometer lange Fernwanderweg liegt teilweise im Bundesland Sachsen-Anhalt und teilweise in Niedersachsen. Der Wanderer bewältigt auf dem Harzer Hexenstieg einen Höhenunterschied von 966 Metern. Seinen geheimnisvollen Namen verdankt der vom Harzklub e.V. betreute Weg den mystischen Stätten, an denen er vorbeiführt. Der Brocken, im Volksmund auch Blocksberg genannt, ist als Hexentreffpunkt bekannt und eng mit der Walpurgisnacht verknüpft. Zu den magischen Stätten gehören außerdem die Orte Braunlage, der Bruchberg und der Hexentanzplatz in Thale. Der Harzer-Hexen-Stieg verfügt nicht nur über eine Haupt-, sondern auch über zahlreiche Alternativrouten.

Über die Hauptroute führt der Goetheweg von Torfhaus direkt auf den Brocken. Dieser verläuft zum Teil parallel zu den Gleisen der Brockenbahn. Über diese Strecke kommt der Wanderer nach Königshütte. Alternativ dazu nutzt er die Umgehung um den Brocken und erreicht den Rehberger Graben, den Oderteich und andere zum Oberharzer Wasserregal gehörenden Einrichtungen. Läuft man auf diesem Weg an Sankt Andreasberg sowie an Braunlage vorbei, stößt man wieder auf die Hauptroute.

Die Alternativroute ist etwa 32,3 Kilometer lang. Wer möchte, wandert von Königshütte aus auf zwei alternativen Strecken nach Altenbrak, und zwar entweder an der idyllischen Rappbode-Talsperre vorbei oder entlang der Rübelandbahn über Rübeland. Von Altenbrak aus geht es dann weiter nach Treseburg. Dort zweigt der Bode-Selke-Stieg ab. In Thale endet der Harzer-Hexen-Stieg. Die Strecke zwischen Thale und Treseburg ist nur im Sommer begehbar. Wegen der hohen Steinschlaggefahr ist der Durchgang von November bis März gesperrt. In diesem Fall nimmt der Wanderer die Umleitung über den Weißen Hirschen und das Pfeil-Denkmal. Anschließend geht es hinauf zum berühmten Hexentanzplatz in Thale. Der Köhlerpfad, der ab Königshütte im Süden der Rappbode-Talsperre über Hasselfelde führt, ist 23,8 Kilometer lang und Teil eines rund 152 Kilometer langen Gesamtwegenetzes.

Der Harzer-Hexen-Stieg ist ein Projekt des Harzklubs e.V. und dem Harzer Tourismusverbands. An der Strecke gibt es 28 Stempelstellen und ein in das Harzer Wandernadel-System einbezogenes Themenabzeichen. Seit 2007 ist der Steig als Qualitätswanderweg zertifiziert. Er führt durch Sachsen-Anhalt und Niedersachsen sowie durch die Landkreise Harz, Goslar und Göttingen. Zwischen Drei-Annen-Hohne und Altenau durchquert der Harzer-Hexen-Stieg den Nationalpark Harz. Der beliebte Fernwanderweg existiert seit dem Jahr 2003 und war 2009 in die Gründung der Marketingkooperation Top Trails of Germany involviert.

Der Harzer-Hexen-Stieg bietet dem Wanderer zahlreiche Sehenswürdigkeiten und fantastische Ausblicke. Auf dem Weg von Osterode kommt man nach Buntenbock, einem Gemeindeteil von Clausthal-Zellerfeld, und trifft dort auf die Oberharzer Teiche als Bestandteil des Oberharzer Wasserregals. Der Wanderer folgt dem Dammgraben und lässt das Dammhaus sowie das Grabenhaus Rose bei Altenau hinter sich. Er passiert den Förster-Ludwig-Platz sowie den Nabentaler Wasserfall und gelangt dann über die Steile Wand nach Torfhaus, wo der Goetheweg auf den Brocken führt. Ursprünglich führte der Weg vom Förster-Ludwig-Platz über den Magdeburger Weg. Dieser ist jedoch seit dem Jahr 2017 gesperrt. Deshalb kommt der Wanderer über den Buttersteig und über die Wolfswarte nach Torfhaus. Da es sich bei dem Harzer-Hexen-Stieg um einen Fernwanderweg handelt, gibt es ausreichend Gelegenheiten zur Einkehr und auch zur Übernachtung. Die Wanderer bewältigen die Strecken auf Etappen.