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Harzer Klosterwanderweg

Kloster Michaelstein in Blankenburg im Harz

Pilgern auf magischen Pfaden im nördlichen Harzvorland

95 Kilometer lang ist der Harzer Klosterwanderweg, der zwölf Sakralbauten zwischen den UNESCO-Welterbestätten Quedlinburg und Goslar verbindet. Der Streckenwanderweg führt am Nordrand des Harzes entlang durch die Bundesländer Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Der Wanderer orientiert sich an den mit einem roten Kreuz versehenen Wegemarken. Das auf weißem Grund liegende Kreuz ist rot umkreist. Der größte Teil der Strecke lässt sich auch gut mit dem Rad befahren. Der Harzer Klosterwanderweg umfasst Teile der „Gartenträume Sachsen-Anhalt“ und der „Straße der Romanik“. Die Strecke ist in sechs Etappen mit jeweils zehn bis 20 Kilometern Länge unterteilbar. Die Höhenunterschiede sind gering, sodass die einzelnen Etappen keine allzu hohen Ansprüche an die körperliche Fitness stellen. Unterwegs warten neben imposanten Kirchen, gotischen Kreuzgängen und duftenden Klostergärten auch zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, Museen und Brennereien auf einen Besuch.

Kloster Wendhusen in Thale im Harz

Der Wanderweg führt außerdem durch eine idyllische Landschaft. Das nördliche Harzvorland ist von sanften Hügeln geprägt. Zu den mächtigsten Erscheinungen gehört der Brocken als höchster Berg im Harz. Ein idyllisches Bild ergibt auch die Auenlandschaft rund um die Flüsse Bode, Ecker und Oker. Einen grandiosen Anblick bietet die bei Thale und Blankenburg liegende Teufelsmauer. Der Weg führt an der früheren innerdeutschen Grenze entlang und auch durch den Schimmerwald. Die zwölf Hauptattraktionen auf der Route sind jedoch das Kloster Wöltingerode, Kloster Ilsenburg, Kloster Michaelstein, Kloster Wendhusen, die Stiftskirche St. Cyriakus, Kloster Drübeck, die Neuwerkkirche in Goslar, Kloster Grauhof, der ehemalige Klosterort Himmelpforte, die Bergkirche St. Bartholomäus und das Münzenbergmuseum im Marienkloster auf dem Münzenberg.

Jedes einzelne dieser Bauwerke besitzt seinen eigenen, ganz besonderen Charme. Von Wäldern und Wiesen umgeben ist das Kloster Wöltingerode in Vienenburg im Harz. Berühmt ist die Klosterbrennerei, in der der Besucher edle Liköre und Brände probiert. Ein Klostererlebnisweg führt an einem Damwildgehege und einem Kräutergarten vorbei. Kloster Ilsenburg ist hingegen ein beliebter Veranstaltungsort für Konzerte, Vorträge, Ausstellungen und Mittelaltervorführungen. Idyllisch am Rand des Harzes liegt das 1146 gegründete Kloster Michaelstein. Das dazugehörige Klostermuseum informiert über geschichtliche Themen. Kloster Wendhusen stammt noch aus der Karolingerzeit und war einst ein adliges Rittergut. Zu den Gründerinnen gehörte Gisla, die Schwester Karls des Großen. Eine der Hauptattraktionen in der Stiftskirche von Kloster Grauhof ist die klangstarke Barockorgel von Christoph Treutmann. Die Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode bei Quedlinburg ist ein Beispiel ottonischer Architektur. Hier liegt Markgraf Gero begraben. Ebenfalls in Quedlinburg liegt auf dem Münzenberg das Marienkloster mit Museum. Eine weitere imposante Sehenswürdigkeit im Harz ist das Kloster Drübeck. Früher lebten dort Benediktinernonnen, heute ist in dem sakralen Bau ein Tagungs- und Bildungszentrum mit 108 Betten untergebracht. Schatten spendet eine rund 270 Jahre alte Linde. Es lohnt sich eine Besichtigung der Gärten der Stiftsdamen.

Die Bergkirche St. Bartholomäus befindet sich unterhalb von Schloss Blankenburg und vereint gotische mit romanischen Baustilen. Die Orgel aus dem Jahr 1932 überzeugt mit einer fantastischen Klangfülle. Ursprünglich wurde die Kirche im 11. Jahrhundert erbaut. Am 1252 begann der Umbau zur Klosterkirche. Auf dem Harzer Klosterwanderweg liegt auch das ehemalige Dorf Himmelpforte. Einst stiftete Ritter Dietrich von Hartesrothe das Augustinerkloster im Jahr 1253. Im Bauernkrieg kam es jedoch zur Stürmung des Bauwerks und die Mönche flohen. Bis zum 18. Jahrhundert war das Kloster ein beliebter Wallfahrtsort. Bis heute erhalten blieben lediglich die Ruinen der Grundmauer und die Forellenteiche.