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Motorradtouren im Harz

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Motorradfahren durch die Berge im Harz

Die Strecken der Motorradtouren im Harz sind anspruchsvoll und zugleich optisch höchst interessant. Die Straßen führen durch schattige Wälder, an grünen Wiesen, Wasserfällen und plätschernden Bächen vorbei. Der Harz umfasst ein über 2200 Quadratkilometer großes Areal mit Bereichen in Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Hier gibt es auch vom motorisierten Zweirad aus viel zu entdecken. Die Fahrt verläuft durch eine mystische Mittelgebirgslandschaft mit beschaulichen Dörfern, kristallklaren Seen, bizarren Felsen und geheimnisvollen Höhlen. Mit dem Motorrad erreicht der Biker viele interessante Sehenswürdigkeiten. Der Brocken mit dem Hexentanzplatz lädt zu einem Ausflug ein. Viele Biker steigen vom Motorrad in die Brockenbahn um oder unternehmen die eine oder andere Wanderung, ehe es dann auf dem Asphalt rasend schnell weitergeht. Ob von Osterode nach Thale oder von Kelbra nach Seesen – im Harz gibt es viel zu sehen. Es gibt Bergstraßen mit über 30 Kurven auf einer Strecke von nur fünf Kilometern ebenso wie mehrspurige Straßen und schmale, alleenartige Wege. Vielfältige Unterkünfte heißen Urlauber mit Bike herzlich willkommen. Campingplätze an idyllischen Badeseen laden im Harz ebenso zum Verweilen ein wie kleine familiengeführte Urlaubspensionen und noble Wellnesshotels. Verschiedene Touren machen den Urlaub mit Motorrad zum besonderen Erlebnis.

Drei Motorradtouren durch den Harz, bei denen Sie die unterschiedlichen Landschaften und gleichzeitig einige eindrucksvolle Sehenswürdigkeiten erleben können, möchten wir Ihnen hier vorstellen.

Innerstetalsperre bei Langelsheim und Wolfshagen im Harz

Landschaftstour

Den Facettenreichtum im Harz lernt der Biker bei dieser schönen Tour durch die Landschaft kennen. Start ist in Schierke am Brocken in einer von schattigen Wäldern geprägten Natur. Mit dem Motorrad geht es los nach Braunlage. Es lohnt sich ein Zwischenstopp bei Puppe`s Spezialitäten, einem Feinkostladen mit leckeren Delikatessen aus dem Harz. In der rustikal eingerichteten Stube probiert der Motorradreisende die ein oder andere regionale Spezialität oder erwirbt das ein oder andere Souvenir.

Weiter geht es durch Altenau. Schon bald sieht man die Okertalsperre. Wer möchte, kann hier ein Foto vor beeindruckender Kulisse schießen. Die Fahrt setzt sich eine Zeitlang nach Norden fort, ehe kurz vor Goslar der Romkerhaller Wasserfall zu einer Rast einlädt. Nachdem das Motorrad auf dem Parkplatz abgestellt ist, geht es eine kurze Strecke zu Fuß weiter zum Wasserfall. Nach diesem Abstecher steht die UNESCO-Weltkulturerbestätte Goslar auf dem Programm. Uralte Fachwerkhäuser prägen das Bild in der historischen Altstadt von Goslar.

Mit unvergesslichen Eindrücken begibt sich der Biker in Richtung Ilsenburg. Von dort aus geht es nach Wernigerode und über die B244 zur Rappbodetalsperre. Zuvor noch folgt man in Rübeland einige Kilometer der Straße B27 nach Blankenburg, ehe man links in einen Parkplatz einbiegt. Nach einem nur wenige Minuten dauernden Spaziergang erreicht man den Blauen See.

Wieder nach Rübeland zurückgekehrt geht es weiter durch das idyllische Bodetal direkt nach Thale. Mit der Seilbahn gelangt man auf den berühmten Hexentanzplatz, der über der Stadt thront. Die Kabinengondeln sind mit einem Glasboden ausgestattet, so dass den Fahrgast eine grandiose Aussicht erwartet. Wer möchte, verzichtet auf dieses einzigartige Erlebnis und fährt mit dem Motorrad direkt hoch zum Hexentanzplatz. Ganz egal, ob mit Motorrad oder mit der Kabinenbahn – der Ausblick über Thale ist grandios und der Ausflug lohnt sich auf jeden Fall.

Und weiter geht es durch grüne Wälder durch die Ortschaft Friedrichsbrunn und durch Güntersberge bis in das obere Selketal hinein. Wenige Kilometer hinter Alexisbad an der B 242 lohnt sich ein Stopp am Harzer Spezialitäten Kather. Hier gibt es eine leckere Mahlzeit aus der Gulaschkanone, ehe es zu einem beliebten Fotomotiv weitergeht. Die zur Harzer Schmalspurbahn gehörende Doppelausfahrt bietet ein entzückendes Bild. Mit dem Bike fährt man über Güntersberge nach Hasselfelde und von dort nach Sorge und Elend. Nach einer landschaftlich reizvollen Fahrt durch den romantischen Oberharz kommt der Biker wieder in Schierke an.

Burg Falkenstein im Harz

Burgen- und Schlössertour im Harz

Wie der Name bereits sagt, führt die Burgen- und Schlössertour zu zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten. Mit dem Motorrad rauscht der Biker im nördlichen Teil des Harzes an imposanten Bauwerken und Ruinen vorbei. Gestartet wird beim Kultur- und Kongresshotel in Wernigerode, einem Geheimtipp für Urlauber mit Bike. Direkt in Wernigerode steht schon das erste Schloss zur Verfügung. Die Schlossbahn bringt den Besucher auf die hoch gelegene Burg hinauf. Unten wieder angekommen schwingt man sich in den Sattel und startet in das nächste Abenteuer. Der Biker lässt bei der nachfolgenden romantischen Rundfahrt Quedlinburg, Ballenstedt und Blankenburg hinter sich. Anfangs geht es gen Norden. Über Reddeber und Heudeber erreicht der Motorradfahrer die Wasserburg von Zilly mit dem imposanten Palast im Westflügel und dem 30 Meter hohen Bergfried. In Dedeleben lädt das Wasserschloss Westerburg aus dem 8. Jahrhundert zu einer Besichtigung ein. Es handelt sich hierbei um eine der ältesten Wasserburgen in Deutschland. Das alte Bauwerk liegt an der Straße der Romantik und ist heute ein beliebtes Feriendomizil.

Der nächste Stop ist in dem Dorf Schlanstedt. Der rund 24 Meter hohe Bergfried der Burg Schlanstedt ist begehbar. Es ist möglich, an einer Burgführung teilzunehmen. Weiter geht es zum Benediktinerkloster Huysburg. Das Kloster wird auch heute noch von Mönchen bewohnt, die sich über Gäste mit Bike sehr freuen und ihnen gerne ihr Zuhause zeigen. Halberstadt ist die nächste Stadion auf der Motorradrundreise. Das Jagdschloss Spiegelsberge beherbergt eine Weltattraktion. Im Keller des altehrwürdigen Gemäuers befindet sich ein Weinfass mit einem Volumen von 144 000 Litern. Es ist das älteste Riesenfass der Welt.

Die Fahrt setzt sich fort in Richtung Quedlinburg. Schon aus der Ferne ist das große Schloss zu erblicken. Dieses thront majestätisch über der Stadt. Es lohnt sich außerdem eine Besichtigung der Stiftskirche mit dem berühmten Schatz. Ein wunderschöner, großzügig angelegter Park gehört zur Roseburg, die der Biker als nächstes erreicht. Einst errichtete der renommierte Theaterarchitekt Bernhard Sehring das prachtvolle Bauwerk im Jahr 1907. Diese Burg im Harz ist noch vergleichsweise jung.

Schloss Ballenstedt steht danach auf dem Programm. In das alte Gebäude sind ein Filmmuseum und eine Galerie integriert. Eine Ausstellung informiert über den anhaltinischen Wald und allgemein über die Geschichte im Harz. Als nächstes folgt eines der Highlights der Rundreise mit dem Motorrad. Eindrucksvoll erhebt sich die Burg Falkenstein über dem Selketal im Harz. Hier steht sie seit nunmehr fast Tausend Jahren. Seit dem 19. Jahrhundert ist sie zur Besichtigung freigegeben und ein beliebtes Ausflugsziel. Es gibt in der Burg ein Museum. Hin und wieder finden rustikale Ritteressen im mittelalterlichen Ambiente statt.

Der nächste Herrschaftssitz ist direkt mit dem Bike anfahrbar. Das Schloss Harzgerode verfügt über einen überdachten Wehrgang und einen stattlichen Rundturm. Zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten gehört die schwarze Küche. Der Westflügel ist saniert. Auf Schloss Harzgerode finden regelmäßig Veranstaltungen statt und es gibt wechselnde Ausstellungen zu besichtigen. Zu guter Letzt erreicht der Biker mit seinem Motorrad Blankenburg. Der große Komplex setzt sich aus zwei Schlössern zusammen. Ein rund 100 Hektar großer Park gehört ebenfalls dazu. Das Schloss Blankenburg befindet sich mit seinen Barockgärten oberhalb der Stadt Blankenburg. Es ist schon von Weitem zu sehen. Das „Kleine Schloss“ beherbergt ein Informationsbüro für Urlauber.

Die Altstadt von Goslar im Harz

Süd-Westharz-Tour

Ein beliebter Startpunkt für die Süd-West-Harz-Tour ist Thale. Den Biker erwartet gleich zu Anfang eine kurvenreiche Strecke auf der L 93, die über die Roßtrappe nach Treseburg und von dort nach Allrode führt. Mit dem Motorrad auf der Hochfläche des Harzes angekommen, geht es weiter in die kleine, aber feine Stadt Güntersberge. Wer etwas wirklich Außergewöhnliches besichtigen möchte, besucht hier das Mausefallenmuseum und erhält die ein oder andere Inspiration, der kleinen Schadnager habhaft zu werden. Über die Straße 242 fährt man nach Hasselfelde. Ein beliebtes Ausflugsziel ist Pullman City, eine Westernstadt mit einem vielfältigen Freizeit- und Gastronomieangebot. Dort gibt es so viel zu erleben, dass sich ein mehrstündiger Aufenthalt lohnt. Nach ein paar vergnüglichen Stunden in diesem Freizeitpark führt die L 97 den Biker über Benneckenstein schließlich nach Hohegeiß. Sehenswert ist dort das rund 300 Jahre alte Kirchengebäude „Zur Himmelspforte“. Dieses bildet gemeinsam mit dem neugebauten Gemeinde- und Pfarrhaus ein optisch reizvolles Ensemble. Einen Einblick in die Eisenerz- und Kupferproduktion im oberen Harz bietet ein Besuch des Alten Hohegeißer Stollens „Antoinette Rösche“. Der Stollen wurde von etwa 1560 bis 1760 genutzt. Eine Besichtigung des Stollens ist aus Tierschutzgründen nur im Sommer erlaubt, weil hier im Winter die Fledermäuse ihren Winterschlaf halten.

Bergab geht es dann auf der L 602 ins Vorland des Harzes nach Walkenried. Die Ruinen des Zisterzienserklosters ergeben ein imposantes Bild. Mit dem Motorrad fährt man weiter am Rand des Südharzes entlang nach Bad Lauterberg. Wer sich für den Bergbau interessiert, freut sich sicherlich über einen Abstecher zur Scholmzeche. Am Harzrand saust das Bike in nordwestlicher Richtung die B 243 entlang, ehe es die Gemeinde Scharzfeld erreicht. Eine Steinkirche und die Einhornhöhle zählen hier zu den Attraktionen. Einige Kilometer weiter liegt Herzberg. Das stattliche Schloss Herzberg thront über der alten Residenzstadt. Der Motorradfahrer bleibt auf der Bundesstraße und erreicht bald die Stadt Osterrode mit ihren romantischen Fachwerkhäusern. Hier kommen vor allem alle Autofans voll auf ihre Kosten.

In Osterrode gibt es eine Formel 1-Gastronomie. Uwe Kaufel, ein bekannter Autorennsportler, stellt seine Original-Formel 1-Rennsportwagen vor. Nach diesem Zwischenstopp geht es weiter auf der Bundesstraße durch eine reizvolle Gebirgslandschaft in den Oberharz. In Bad Grund angekommen lohnt sich ein Besuch des Arboretum, einem Areal mit einer großen Sammlung an heimischen und exotischen Bäumen. Das HöhlenErlebnisZentrum informiert den Besucher dann über den ältesten Familienclan der Welt. Der Biker folgt schließlich der Abzweigung von der B 242 auf die L 515. Die kurvenreiche Strecke führt nach Lautenthal. Mehrere Kilometer rollt das Motorrad an dem Innerste-Stausee vorbei, ehe die Straße vor Langelsheim in die Bundesstraße 82 mündet.

Es geht weiter nach Goslar. Die Weltkulturerbe-Stadt der UNESCO begeistert mit historischen Sehenswürdigkeiten wie der Kaiserpfalz und der Altstadt . Wer möchte, plant einen Besuch des Bergwerks Rammelsberg mit ein. Die Strecke führt schließlich von Goslar nach Bad Harzburg. Der Biker biegt auf die B6n ab und neigt sich der bunten Stadt Wernigerode entgegen. Über der Stadt thront ein wunderschönes Schloss. Wer nun Lust auf Süßes bekommt, besucht die Baumkuchenmanufaktur. Hierfür biegt er an der Nordabfahrt ins Wernigeroder Industriegebiet ab und gelangt zum „Baumkuchenhaus Nr. 1“. Mit dem Motorrad lässt man später Wernigerode hinter sich und wendet sich Derenburg zu. Die dort ansässige Glasmanufaktur verfügt über spezielle Verkaufs- und Schauräume. Der Biker folgt weiter der Bundesstraße B6n und fährt an Blankenburg vorbei wieder nach Thale zurück. Unterwegs lohnt sich ein Abstecher nach Gernrode, Ballenstedt, Halberstadt oder in die Weltkulturerbestadt Quedlinburg.

Alles an einem Tag zu schaffen, ist schwierig. Viele Urlauber planen mit ihrem Bike einen Zwischenstopp ein und übernachten zum Beispiel auf halber Strecke, um am nächsten Morgen die Tour stressfrei fortzusetzen. In reiner Fahrtzeit gerechnet ist man mit dem Motorrad auf der rund 250 Kilometer langen Strecke etwa 4,5 Stunden unterwegs.