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Burg Regenstein

Die Reste der einst stattlichen und nur schwer einnehmbaren Burg Regenstein bei Blankenburg sehen aus, als wären sie mit dem Felsen verschmolzen. Erhalten geblieben sind nur noch die Reste des Bergfrieds und die in den Felsen hineingeschlagenen Räume. Die Burg fand erstmals im Jahr 1162 gemeinsam mit einem Graf Konrad von Regenstein Erwähnung. Unter Albrecht II. von Regenstein erlangte das Gemäuer vor allem in den 1330er Jahren durch die Streitigkeiten mit anderen Regierenden Berühmtheit. Die Ballade „Der Raubgraf“ von Gottfried August Bürger und der gleichnamige Roman von Julius Wolff griffen dieses Thema auf.

Im 15. Jahrhundert wechselten die Regensteiner auf das Blankenburger Schloss und die Burg verfiel allmählich. Im Jahr 1599 starb der letzte männliche Nachfahre des Regensteiner Grafengeschlechts. Die Burg erlebte verschiedene Besitzerwechsel. 1643 erhielt der aus Niederbayern stammende Graf Wilhelm von Tattenbach die Burg als Lehen. Im Jahr 1671 bauten die Preußen die Burg zur Festung aus. Es fand eine weitläufige Umgestaltung des Areals statt. Die ursprüngliche Burg war nur ein kleiner Teil desgleichen. Im Jahr 1736 beschädigte ein in den Pulverturm einschlagender Blitz die gesamte Burganlage sehr stark. In den nachfolgenden Zeiten fanden mehrere Erweiterungen statt. 1757 übernahmen die Franzosen die Festung, ehe sie wenige Monate später die Preußen zurückeroberten und zerstörten. Von der einst stattlichen Festung blieben lediglich die Felseinbauten, das Eingangstor und die Kasematten übrig. Auch heute noch zählen die höhlenartigen, in den Fels gehauenen Räume zu den Hauptsehenswürdigkeiten. In diesen ist eine Ausstellung mit Bodenfunden aus dem Bereich der Burg zu sehen. Erwähnenswert ist auch der im Jahr 1671 entstandene Brunnen. Dieser mehr als 197 Meter tiefe Brunnen im Harz zählt zu den tiefsten Burgbrunnen der Welt. Im Jahr 1885 schüttete man den Brunnen zu, weil marodes Mauerwerk nachzustürzen drohte.

Um die Burg Regenstein rankt sich eine Legende. So hielt man der Sage nach einst im Verlies eine der hübschesten Jungfrauen gefangen, weil sich diese dem Grafen von Regenstein verweigerte. Sie kratzte mit ihrem Diamantring einen Spalt in das Felsgestein. Nach etwa einem Jahr war dieser groß genug, sodass sie durchpasste und fliehen konnte. Als sie zur Burg zurückkehrte, befand sich der Graf im Fegefeuer. Um ihn zu erlösen, warf sie ihm den Ring zu.

Die Ruine ist eine beliebte Sehenswürdigkeit im Harz. Jährlich finden hier ein Garnisons- und ein Ritterspiel statt. Zu den Attraktionen gehört neben den Höhlen die Regensteinmühle mit ihren rekonstruierten Wasserrädern.

Adresse:
Am Platenberg
38889 Blankenburg