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Seilhängebrücke Rappbodetal

Seilhängebrücke über dem Rappbodetal im Harz

Seilhängebrücke Rappbodetal

Über dem Rappbodetal bei Elbingerode wurde die längste Seilbrücke der Erde eröffnet. Das riesige Bauwerk ist 483 Meter lang und 118 Tonnen schwer. Der Wanderer marschiert auf der Brücke in etwa 100 Metern Höhe über die Landschaft. Der Bau der weltweit längsten Fußgänger-Seilhängebrücke dauerte rund zehn Monate, die Planung hingegen dreieinhalb Jahre. Nach Auskunft der beiden Betreiber Stefan und Maik Berke wird die neue Fußgängerbrücke „Titan RT" im Harz die bislang längste Hängeseilbrücke in Sotschi ablösen und zukünftig im Guinness-Buch der Rekorde den ersten Platz einnehmen. Die bis dato längste Fußgängerbrücke im Hängedesign ist 439 Meter lang und befindet sich in Russlands Olympia-Metropole.

Schon am Eröffnungstag zog es Tausende Besucher zu der neuen Attraktion im Harz, die sich sogleich auf die 483 Meter lange Tour begaben. In schwindelerregenden 100 Metern Höhe führt der luftige Weg parallel an der rund 415 Meter langen Bergkrone der Rappbodetalsperre entlang. Die Brücke befindet sich dabei in guter Gesellschaft eines weiteren Rekordhalters, denn die Staumauer ist mit ihren 106 Metern das höchste Bauwerk dieser Art in ganz Deutschland und nicht nur im Harz.

Wem die Höhe allein nicht den nötigen Kick verschafft, der in seinem abenteuerlichen Urlaub im Harz gerne noch ein bisschen mehr wagen. Mutige Besucher absolvieren etwa in der Mitte der Brücke den sogenannten Pendelsprung und probieren den Swing aus. Hierbei springt der Wagemutige an einer rund 65 Meter langen Seilschaukel in den Abgrund und übt dabei den freien Fall. Ein Besuch der neuen Hängeseilbrücke garantiert somit den puren Nervenkitzel. Trotz der hohen nervlichen Anspannung bleibt der Spaziergang auf der Brücke dennoch ein sicheres Vergnügen. Eine besondere Sicherheitsausrüstung ist nicht nötig. Es sind lediglich verschiedene Vorschriften einzuhalten. So ist Kindern unter 14 Jahren das Betreten der Brücke nur in Begleitung einer erwachsenen Person gestattet. Der 1,20 Meter breite Steg wird von einem 1,30 Meter hohen Geländer umrahmt. Zusätzlich minimieren Edelstahlnetze das Risiko eines Absturzes. Der reguläre Betrieb der Brücke ist bis zu einer Windstärke von 39 bis 49 Stundenkilometer pro Stunde problemlos möglich. Die Brücke trägt bis zu 245 Tonnen. Wer die Brücke betreten möchte, tut dies über ein Drehkreuz und gegen ein entsprechendes Entgelt. Das Ticket gilt immer sowohl für die Hin- als auch für die Rücktour. Man kehrt also immer an seinen Ausgangspunkt zurück. Die Hängebrücke ist bei passenden Windverhältnissen auch bei schlechtem Wetter und dichtem Nebel geöffnet.

Wer die Hängebrücke im Harz zum ersten Mal besucht, weiß kaum, auf was er sich da einlässt. Nach dem man den steilen Abhang hinter sich gelassen hat, geht es dezent schwankend an den Baumwipfeln vorbei. Dann kann es passieren, dass plötzlich ein wattiges Weiß den Spaziergänger einhüllt. Bei dichtem Nebel glitzern winzige Wassertropfen auf den Stahlnetzen. Bei Nebel sieht man außerdem weder den Anfang noch das Ende der Brücke. Für viele Menschen mit Höhenangst wirkt gerade das sehr beruhigend, denn es ist weder ein Unten noch ein Oben zu sehen. Die Schritte werden mit der Zeit sicherer, man konzentriert sich auf das Hören und sein Gleichgewicht. Für manche Menschen ist das die reine Entspannung. Wer jedoch seinen Adrenalinspiegel im wahrsten Sinne des Wortes so richtig in Schwung bringen möchte, rauscht an der so genannten Zipline, einer Konstruktion aus zwei rund 1000 Meter langen Stahlseilen mit Hochgeschwindigkeit ins Tal. Noch mehr Nervenkitzel verschafft nur der Pendelsprung. Die Plattform erreicht man über eine Treppe. Hier wartet bereits die 65 Meter lange Seilschaukel. Informationen gibt es beim Veranstalter Harzdrenalin unter der Telefonnummer 039454/209000 oder auf der Internetseite.

Adresse:
Rappbodetalsperre
Oberharz am Brocken
Tel.: 039454 209000