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Gustav Adolf Stabkirche

Gustav Adolf Stabkirche in Hahnenklee im Harz

Gustav-Adolf-Stabkirche

Die Gustav-Adolf-Stabkirche befindet sich im Stadtteil Hahnenklee-Bockswiese in Goslar im Harz. Es handelt sich bei dem archaisch anmutenden Gebäude um einen Nachbau der Stabkirche von Borgund in Norwegen. Mit dem Bau begann man im Jahr 1907. Die Fertigstellung erfolgte 1908. In dem Gotteshaus ist Platz für bis zu 350 Menschen. Nachdem das Dachgeschoss des alten Schulgebäudes für die Durchführung der Gottesdienste allmählich zu klein wurde, beauftragte man den aus Hannover stammenden Konsistorialarchitekten Karl Mohrmann mit dem Entwurf einer Kirche für den Stadtteil Hahnenklee. Mohrmann besuchte einst Norwegen und war dort von den Stabkirchen begeistert. Nicht zuletzt aus geschichtlichen Gründen schlug er den Bau einer solchen auch in Goslar vor.

Als im Harz die Christianisierung voranschritt standen auch hier einst Stabkirchen wie in Norwegen. Aus Fichten, die am Bocksberg geschlagen wurden, errichteten Handwerker aus der Region von 1907 bis 1908 einen solchen Sakralbau und imitierten somit ein mehr als 800 Jahre altes Original. Der Unterschied zum Original besteht in der Größe, denn in den alten Kirchen war lediglich Platz für rund 50 Personen und mangels großer Fenster war es darin zudem wesentlich dunkler. Im Lauf der Jahre erfolgten immer wieder Sanierungsmaßnahmen, was auch die Fassade optisch immer wieder leicht veränderte. Eine Besonderheit sind die heidnischen Symbole, Schlangen- und Drachendarstellungen. Diese entsprechen dem historischen Vorbild. Auch die Bauweise ist außergewöhnlich. Ursprünglich errichteten missionierte Wikinger die Kirchen. Diese waren geschickte Schiffsbauer, so dass sich in der Architektur auch Elemente des Bootsbaus finden. Die Fenster in der Kirche ähneln somit Bullaugen und der Kronleuchter besitzt Ähnlichkeit mit einem Steuerrad. An den Dachreitern befinden sich die für Skandinavien typischen Drachenköpfe.

Adresse:
Professor-Mohrmann-Weg 1
38644 Hahnenklee